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Das große Ganze im Blick
In dieser Funktion koordiniert er Einsätze, die über den Regelrettungsdienst hinausgehen. In Nickelsdorf zum Beispiel war er im Rahmen der Flüchtlingsbewegungen im Herbst 2015 als Einsatzleiter tätig und koordinierte die Zusammenarbeit mit Polizei, Bundesheer und Feuerwehr.
Auch die Coronakrise führte ihn im März 2020 nach Nickelsdorf zurück. Zahlreiche Reisende waren dort gestrandet. Sebauer und sein Team versorgten sie mit Nahrungsmitteln und Wasser. Dass Einsätze wie diese nicht planbar sind, stellt ihn dabei oft vor besondere Herausforderungen. Nicht zuletzt, da Daniel Sebauer neben seinem Fulltimejob als Wassertechniker bei der Strabag auch noch an der FH Burgenland berufsbegleitend im Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement studiert. „Ich habe zuerst versucht, an der Universität für Bodenkultur in Wien Wasserwirtschaft zu studieren. Das war neben dem Beruf aber nicht möglich“, erzählt er. Das Studium an der FH Burgenland lässt sich sehr gut mit Job und ehrenamtlichem Engagement vereinbaren.
Was er aus dem Studium vor allem für sich mitnehmen kann, ist das erworbene Wissen rund um Projektmanagement.

Alles, wo es um das Bearbeiten von Projekten geht, ist für den Job, aber auch für meine Tätigkeiten beim Roten Kreuz hilfreich.
Daniel Sebauer, Student der FH Burgenland
Zum Roten Kreuz kam er durch die Ausbildung zum Sanitäter im Rahmen des Präsenzdienstes. Schnell baute sich nach Ende der Zeit beim Bundesheer ein Freundeskreis beim Roten Kreuz auf, den er nicht missen möchte. Mittlerweile ist er seit 12 Jahren dabei.
„Ich mag den Austausch mit Menschen und die Tatsachen, dass man alle Facetten mitbekommt. Vom Universitätsprofessor bis zum Obdachlosen. Von der 12-Jährigen mit einem gebrochenen Arm bis zur 70-Jährigen nach dem dritten Schlaganfall. Auch der Umgang mit Angehörigen oder auch Kollegen anderer Einsatzorganisationen ist abwechslungsreich, herausfordernd und spannend“, beschreibt er. „Ich habe beim Roten Kreuz gelernt, immer das große Ganze im Blick zu haben – auch, wenn das oft heißt, sich selbst zurück zu stellen.“
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Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement










