Die gute Nachricht: Es dauert nicht ewig. Die schlechte Nachricht: Es dauert nicht ewig.

Zwischen Vorlesungen, Prüfungen und Pausen entstehen Erinnerungen fürs Leben. Absolvent*innen blicken zurück – und erzählen, was wirklich zählt.

Der Titel des Blogs trifft den Kern des Studierendenlebens. Während stressige Phasen wie eine Ewigkeit erscheinen, vergeht die Zeit letztendlich schneller, als man denkt. Wer mitten in der Prüfungszeit steckt, wünscht sich oft, dass es schneller vorbei ist. Doch eines Tages werden genau diese Momente voller Lachen, Herausforderungen und Freundschaften in Erinnerungen verwandelt, die man nicht missen möchte.

Im Rückblick sind es nicht die Prüfungen, die mir in Erinnerung blieben, sondern das Lachen mit meinen Freunden in den Pausen, die Gespräche, die weit über den Stoff hinausgingen, und die spontanen Getränke nach der Vorlesung. Der Tag, an dem ich meinen Master abschloss, war ein Moment des Stolzes – aber auch ein leiser Abschied. Doch das Wertvollste, das blieb, sind die Freundschaften. Sie überstehen die Zeit und sind das schönste Geschenk aus dieser intensiven, besonderen Zeit.

Julia Sapper, Absolventin Master Internationale Wirtschaftsbeziehungen – International Marketing

Das Studierendenleben verläuft in Abschnitten, und jeder von ihnen vergeht – die herausfordernden ebenso wie die wunderbaren. Der erste Abschnitt ist oft der sensibelste: Man sucht das richtige Studium, weiß, dass diese Entscheidung das ganze Leben verändern kann, und sagt bewusst JA zu einem neuen Lebensabschnitt. Damit kommen Erwartungen, Hoffnungen, aber auch Ängste. Doch in dem Moment, in dem man sich entscheidet, Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen, beginnt eine Reise, die mehr als nur akademisches Wissen vermittelt.

 

Meine Zeit im Studium war intensiv, lehrreich und vielfältig. Der Aufwand – neben einem Vollzeitjob – war groß, aber er hat sich gelohnt: Ich konnte mir viel Wissen aneignen, das mir niemand mehr nehmen kann, und das Gefühl, so vieles geschafft zu haben, ist großartig. Zudem hat mir das Studium neue Türen geöffnet, für die ich dankbar bin und die mich auf vielen Ebenen weitergebracht haben. Mit einem Koffer voller Wissen und Erfahrung konnte ich dieses Kapitel abschließen – ich freue mich auf alles, was noch kommt.

Nina Wallner, Absolventin Master Gesundheitsförderung und Personalmanagement

Bewusstes Erleben hilft, das Hier und Jetzt wahrzunehmen. Statt sich von Stress und Zukunftsängsten treiben zu lassen, lohnt es sich, jeden Augenblick wertzuschätzen: Das Zuhören in der Vorlesung, die lustigen Gespräche in der Mensa oder die stillen Momente des Durchatmens zwischen den Seminaren. Denn das Studium ist nicht nur ein Abschnitt, sondern eine Reise voller unersetzlicher Erfahrungen.

 

Bildung schafft Freiheit. Als Frau in Mitteleuropa denke ich mir noch dazu: ich DARF das! Ich darf mich weiterbilden, weiterentwickeln, darf sichtbare Beiträge zum gesellschaftlichen Zusammenleben liefern. Ich darf als Frau gehört und gesehen werden – das ist nicht überall so. Sicher ist Studieren manchmal anstrengend, nicht jedes Fach begeistert und inspiriert gleich, man muss Wochenenden und Abende investieren, aber Bildung ist ein Privileg, von dem ich gar nicht genug bekommen kann.

Alexandra Baldwin, Absolventin Master E-Learning und Wissensmanagement

Das Zitat von Alexandra Baldwin lädt uns ein, über die wahre Bedeutung von Bildung nachzudenken und darüber, welche Freiheiten sie uns schenkt. Bildung ist mehr als nur das Ansammeln von Wissen – sie ist der Schlüssel, der uns Türen öffnet, um uns selbst zu entfalten und aktiv an der Gestaltung der Welt teilzunehmen. Gleichzeitig führt dieser Weg oft zu inneren Auseinandersetzungen. Du beginnst, in deinem Leben Inventur zu machen. Du hinterfragst deine Gedanken, deine Arbeit, dein Gehalt, deine Beziehungen und überlegst, wie du das alles einordnen kannst. Dieser ständige Dialog mit den eigenen Erwartungen aber auch die der Gesellschaft kann uns manchmal das Gefühl geben, uns immer wieder rechtfertigen zu müssen, um den eigenen Weg bewusst gehen zu dürfen. Aber am Ende ist Bildung nicht nur ein Privileg – sie ist die Chance, sich selbst zu entfalten und zu wachsen.

Während meines Bachelors habe ich nicht nur für mein jetziges Berufsleben vieles dazulernen können, sondern auch Menschen kennengelernt, die ich bis heute sehr wertschätze und nicht mehr missen möchte.

Maria Tato, Absolventin Bachelor Information Medien & Kommunikation

Wenn wir in unserem Leben einen neuen Weg einschlagen, geschieht dies oft als Folge einer tiefen Erkenntnis über das Leben oder über uns selbst. Wir kommen zu dem Punkt, an dem wir merken, dass wir unsere Richtung ändern müssen. Es ist der Moment, in dem wir uns bewusstwerden, wer wir wirklich sein wollen, und begreifen, dass wir all das loslassen müssen, was uns bisher gebremst hat. In diesem Augenblick finden wir den Mut, voranzuschreiten und einen neuen Weg zu gehen. Auch wenn viele den Prozess des Loslassens der Vergangenheit und des Öffnens für das Neue als beängstigend empfinden, hat er auch eine befreiende Wirkung. Eine Freiheit, die so stark ist, dass selbst die praktischen Schritte zur Veränderung plötzlich weniger wichtig erscheinen und in den Hintergrund treten.

Gerade mit zwei Kindern und einem Job war es nicht immer leicht, alles unter einen Hut zu bekommen, aber gerade der praxisnahe Austausch mit Expert*innen und Lektor*innen hat mich motiviert weiterzumachen. Außerdem habe ich nicht nur ein tolles Studium abgeschlossen, sondern ein starkes Netwerk aus erfahrenen Expert*innen gewonnen.

Tetyana Wisgrill, Absolventin Master Human Resource Management und Arbeitsrecht

Oft zweifeln Menschen an großen Entscheidungen, weil sie glauben, es sei "zu spät". Das Timing deines Lebens ist nicht dazu gedacht, dem von anderen zu entsprechen. Besonders bei einem späteren Studienbeginn taucht oft die Sorge auf: "Aber ich bin schon 40 und habe schon Kinder. Wenn ich jetzt studiere, bin ich mit 42 fertig." Doch die Wahrheit ist: In ein paar Jahren wirst du so oder so 42 sein – die Frage ist nur, ob mit oder ohne Abschluss.

Mit 40 habe ich mich nach über 20 Jahren erneut dazu entschlossen, die Hörsaal-Bank zu drücken. Neben Vollzeitjob, Familie und Alltag war das keine leichte Entscheidung – aber ich wollte mir selbst beweisen, dass ich das schaffen kann. Und ja, es war herausfordernd. Aber auch unglaublich spannend, lehrreich und motivierend. Man ist nie zu alt, um sich selbst zu überraschen. In meiner Branche, der IT, ist das Aneignen von neuem Wissen ohnehin ein ständiger Begleiter, und das Studium hat mir sowohl fachlich als auch persönlich sehr viel gegeben. Ich würde es jederzeit wieder tun.

Dominik Hasiwar, Absolvent Master Cloud Computing Engineering

Kleiner Reminder: Wir sind nie im Rückstand. Es gibt nicht diesen einen typischen Weg. Viele spüren den Druck einer Zeitlinie, die angibt wo man wann sein sollte im Leben. Das Studium ist jedoch eine Reise, die nicht immer linear verläuft. Im Leben gehen Phasen der Anspannung oft der Entfaltung voraus, so wie Rückschritte manchmal nötig sind, um den nächsten Schritt nach vorn zu wagen. Ganz gleich, wann du dein Studium beginnst oder welchen Weg du einschlägst – es ist nie zu spät, in deine Zukunft zu investieren. Menschen fürchten Dinge, die unbekannt oder von großer Bedeutung sind und ja, es wird Herausforderungen geben, doch mit ihnen kommen unzählige wertvolle Erlebnisse.

Mit Menschen aus sieben verschiedenen Ländern zu studieren, war eine bereichernde und unvergessliche Erfahrung. Die Studienzeit war voller wertvoller Lernmomente und hat mir geholfen, meine Faszination für den Tourismus weiter zu entfalten. Besonders hervorheben möchte ich, dass mir dieses Studium den Einstieg in eine neue Berufssparte erheblich erleichtert hat.

Sandra Motzelt, Absolventin Master Internationales Weinmarketing

Unterwegs trifft man inspirierende Menschen, erlebt unvergessliche Momente und sammelt Erfahrungen, die weit über den Lernstoff hinausgehen. Absolvent*innen berichten oft, dass der Abschied von der Hochschule schwieriger war als der Start. Denn die Zeit, die zuerst als herausfordernd erschien, wird rückwirkend als eine der schönsten Phasen im Leben gesehen.

Das Masterstudium an der Hochschule Burgenland (vormals FH Burgenland) war eine intensive und unglaublich bereichernde Zeit. Als es zu Ende ging, war da dieses bittersüße Gefühl – stolz, es geschafft zu haben, aber auch wehmütig, weil damit eine prägende Lebensphase abgeschlossen war.

Alexander Schreier, Absolvent Master Digitale Medien und Kommunikation

Deine Entscheidungen werden sich auf alles, jede und jeden um dich herum auswirken, ähnlich wie die Wellen eines Steins, der auf die Oberfläche des Wassers trifft. Jede Entscheidung, jedes Handeln wird eine Kettenreaktion auslösen, die weit über dich hinausgeht und das Umfeld prägt. Nichts wird jemals wieder so sein wie vorher. Und das im positiven Sinne. Es ist wichtig zu wissen, dass wir in keiner Weise für immer dadurch eingeschränkt oder auf Dauer dadurch bestimmt sind, wer und wie unsere frühere Identität war. Wir dürfen unseren Bildungsweg bestimmen. Wir dürfen uns weiterentwickeln. Wir dürfen unser Leben neu ordnen, um unsere einzigartige Reise zu gestalten. Wir haben die Freiheit, neue Perspektiven zu gewinnen, unsere Werte zu hinterfragen und uns selbst immer wieder neu zu entdecken.

Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Blogbeitrag Mut machen konnten, neue Wege zu beschreiten, welche auf lange Sicht nachhaltig und bedeutsam für dein Leben sind – denn es ist nie zu spät, in die eigene Zukunft zu investieren. Der erste Schritt beginnt hier.

 

Gastbeitrag: Gianina WALLNER, BA MA


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