Effizienz und Qualität

Christiane Staab
Christiane Staab

Ewald Jaunegg ist seit 10 Jahren als selbstständiger Planer und Consultant für Maschinenbau, Energie- und Umwelttechnik tätig.

Im Rahmen der Mitteleuropäischen Biomassekonferenz Anfang des Jahres wurden zwei von ihm geplante Biomasse-Heizwerke und Wärmenetze mit hoher Effizienz und Qualität sowie er selbst als Planer ausgezeichnet.

Die Laufbahn eines Technikers war nicht von vornherein klar. Seine technische Begabung entdeckte Ewald Jaunegg erst durch die Berufsberatung kurz vor der Matura am Gymnasium. Er absolvierte daraufhin ein Kolleg für Maschinenbau in Graz.

Sein Interesse für Energie und Heizungstechnik motivierte ihn dazu, sein Haus schon vor fast 25 Jahren mit teilsolarer Raumheizung, Pelletskaminofen und kontrollierter Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung auszustatten.

Nach einem längeren beruflichen Auslandsaufenthalt als Produktionsleiter in einer Produktionsanlage für Biodiesel festigte sich bei ihm der Wunsch nach einer fundierteren Ausbildung im Bereich Energie, Klimaschutz und Umwelt. Er startete ein berufsbegleitendes Studium im Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement an der FH Burgenland in Pinkafeld und begann zeitgleich als Projektleiter für Biomasse-Nahwärmeprojekte zu arbeiten.

Das Tolle war, dass ich das Gelernte gleich umsetzen konnte.

Ewald Jaunegg, Absolvent der FH Burgenland

Nach Abschluss des Bachelorstudiums gönnte sich der Familienvater vier Jahre Erholung. „Ich habe das Masterstudium aber nie aus den Augen verloren und wollte es machen, bevor ich meinen 50. Geburtstag feiere. So habe ich den Masterstudiengang Nachhaltige Energiesysteme an der FH Burgenland im Alter von 48 Jahren abgeschlossen.“

Schon seine Masterarbeit beschäftigte sich mit einer Thematik, die auch beruflich sein Schwerpunkt ist: Effizienzsteigerungen für Biomasse-Nahwärmeanlagen durch den Einsatz von Rauchgaskondensationsanlagen und Wärmepumpen, insbesondere von thermisch angetriebenen Absorptions-Wärmepumpen. Für seine Pionierleistung, nämlich verschiedene Technologien zusammenzuführen, um die Effizienz einer Biomasse-Nahwärmeanlage zu steigern, wurde er von Bundesministerin Leonore Gewessler ausgezeichnet.

Der große Vorteil dieser Technologie ist, dass wir bis zu 35 Prozent Leistungszugewinn erreichen, ohne zusätzlichen Brennstoff zu verbrauchen. Wir gewinnen die Energie aus der extremen Abkühlung des Rauchgases mit einer Absorptions-Wärmepumpe. Der Antrieb der Absorptions-Wärmepumpe erfolgt mit der vom Biomassekessel erzeugten Wärme, ohne dafür große Mengen an Strom einzusetzen.

Ewald Jaunegg, Planer und Consultant für Maschinenbau, Energie- und Umwelttechnik

Davon profitieren auch seine Kunden. Das sind zumeist Betreiber von Biomasse-Nahwärmeanlagen, die seine Beratung für Umbauten, Erweiterungen oder Optimierungsmaßnahmen unter anderem mit dieser neuen Technologie in Anspruch nehmen und sich auf das Wissen und die damit einhergehende Qualität verlassen können. www.ewaldjaunegg.com


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