Es ist nie zu spät

Christiane Staab
Christiane Staab

Nikolaus Gala schließt nächste Woche den Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege ab und hat sich damit einen Jugendtraum erfüllt.

Schon als Teenager hätte er eigentlich gerne den Schritt in den Gesundheitsbereich getan. Der „Stempel“: Mädchenberuf schreckte ihn damals ab. Erst mehr als 10 Jahre später fasste er sich ein Herz, sattelte komplett um und macht nun endlich das, was er schon immer wollte: Menschen helfen.

„Ich habe als Sanitäter beim Bundesheer Erfahrungen gesammelt und war dann einige Jahre freiwillig beim Roten Kreuz“, erzählt Nikolaus. Dieses Engagement musste er aus beruflichen Gründen aufgeben. 10 Jahre lang arbeitete er als Qualitätsbeaufragter in einer Maschinenbaufirma und war viel im In- und Ausland unterwegs. „Die ganze Zeit über hat es aber in mir gearbeitet und mit 30 Jahren habe ich endlich den Entschluss gefasst, mich komplett umzuorientieren.“

Warum die Berufswahl bei Nikolaus nicht von Anfang an klappte, können bestimmt viele Männer, die in „Frauenberufen“ arbeiten, nachvollziehen. „Teils hat es mir mein Umfeld ausgeredet, teils waren es aber die eigenen „Vorurteile“. Die Burschen gehen zur Polizei, die Mädchen werden Krankenschwester.“ Dass Männer in der Gesundheits- und Krankenpflege dringend nachgefragt sind, das will er heute auch jungen Männern vermitteln.

Der Beruf ist krisensicher und es gibt absolute Jobgarantie in der nächsten Zeit. Der Beruf ist außerdem sehr abwechslungsreich – vom Krankenbett bis hin zu anderen Aufgabenbereichen, auch Forschung ist möglich. Und natürlich ist die Arbeit mit Menschen sehr schön.

Nikolaus Gala, Gesundheits- und Krankenpfleger

Als Highlights aus seiner Studienzeit nennt er die Praktika, von denen die Studierenden insgesamt 10 im Laufe des Studiums absolvieren – jedes in einem anderen Fachgebiet (Akutpflege, Langzeitpflege, Mobile Pflege, Prävention und Rehabilitation). „Im Praktikum zu arbeiten ist abwechslungsreich und man kann die Theorie in der Praxis umsetzen.“

Beruflich ist sein Wunsch , auf einer Intensivstation zu arbeiten. Nikolaus fasziniert daran, die Arbeit mit den technischen Geräten, die Abwechslung und die Tatsache, dass man dort viel selbstständig arbeiten kann.

Als Mann fühlt er sich grundsätzlich in den Teams, in denen er bisher gearbeitet hat, wertgeschätzt und gut aufgenommen.

Gerade auf Unfallambulanzen kommt mir meine körperliche Kraft oft zu Gute. Die Mobilisation von Patientinnen und Patienten fällt Männern denke ich leichter als Frauen. Auch gibt es manchmal Patienten, zu denen ein Mann in der Pflege einen besseren Draht hat. Die Durchmischung ist auf jeden Fall gut.

Nikolaus Gala, Absolvent der FH Burgenland

Sein Studium hat er bis auf das erste Jahr im „Corona-Modus“ absolviert. Dennoch meint er abschließend: „ Es waren spannende drei Jahre. Vor allem habe ich auch viele Freundschaften geschlossen.“ 


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