KI-Agenten, die den Alltag erleichtern und Mental Load abnehmen

Bianca Nastl

Stell dir vor, dein Kühlschrank wird langsam leer. Das Gemüse sollte bald verkocht werden, die Milch geht aus und gleichzeitig möchtest du gesund essen und beim Einkauf Geld sparen.

Genau für solche Alltagssituationen entwickelt unsere Studentin Bianca Schroeder als Jungunternehmerin intelligente KI-Agenten. Sie übernehmen den Mental Load im Hintergrund, erstellen Einkaufslisten, schlagen Rezepte auf Basis vorhandener Zutaten und persönlicher Essgewohnheiten vor oder vergleichen die günstigsten Einkaufsmöglichkeiten.

Das Handwerkszeug dafür erlernt sie aktuell im Masterstudium AI Solution Engineering an der Hochschule Burgenland. Noch bevor das erste Studienjahr abgeschlossen war, wagte die zertifizierte Datenschutzbeauftragte den Schritt in die Selbstständigkeit und unterstützt heute Privatpersonen und Unternehmen bei der personalisierten Automatisierung mit KI.

Als Mama weiß ich, wie schnell sich im Alltag unzählige kleine Aufgaben ansammeln. Genau dafür möchte ich Lösungen entwickeln, die mehr Freiraum schaffen.

Biance Schroeder, Studentin im Master AI Solution Engineering

Jeder ihrer Agenten übernimmt dabei eine klar definierte Aufgabe. Einer organisiert Termine, liefert Wetter-Updates und erstellt jeden Morgen automatisch eine persönliche, gedruckte Zeitung mit Hochschul-Deadlines, wichtigen Nachrichten und den neuesten KI-News. Ein anderer unterstützt sie im Studium, indem er Unterlagen organisiert und Inhalte für die Prüfungsvorbereitung aufbereitet. „Viele meiner Ideen entstehen aus meinem eigenen Alltag. Ich programmiere Lösungen, die ich selbst gerne gehabt hätte.“

Quereinstieg in die Tech-Branche

Wer mit Bianca spricht, merkt schnell: Ihre Begeisterung ist ansteckend. Menschen für neue Themen zu gewinnen und komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen, gehört zu ihren größten Stärken. Genau diese Neugier führte sie schließlich in die Welt der Künstlichen Intelligenz.

Dabei liegt ihr beruflicher Hintergrund eigentlich gar nicht in der IT. Nach einem Studium im Bereich International Management und mehr als 15 Jahren im Personalwesen – zuletzt bei Magna – entdeckte sie mit der Veröffentlichung von ChatGPT ihre Leidenschaft für intelligente Systeme. „Ich wollte die Technologie nicht nur nutzen, sondern verstehen und selbst Lösungen entwickeln.“

Studium als Sprungbrett

Die Anfänge im Studium nahm sie zunächst stark von Theorie geprägt war – für die Quereinsteigerin genau der richtige Start. „Ich brauchte dieses Fundament. Heute arbeiten wir an konkreten Projekten und entwickeln eigene KI-Lösungen. Zu sehen, was man selbst schaffen kann, motiviert unglaublich.“

Besonders schätzt Bianca die praxisnahen Projekte im Studium, bei denen sie gemeinsam mit ihren Studienkolleg*innen KI-Lösungen entwickelt. Ein aktuelles Herzensprojekt setzt sie ebenfalls mit dem im Studium erworbenen Know-how um: Für ihre Tochter entwickelt sie einen humanoiden KI-Begleiter, der Geschichten erzählt, kommuniziert und unterstützt – vollständig lokal, ohne Cloud und datenschutzkonform. „Ich möchte zeigen, dass sich ein kindgerechter KI-Begleiter so gestalten lässt, dass Eltern ihn mit gutem Gefühl in den Familienalltag integrieren können.“

Für Bianca steht fest: Künstliche Intelligenz soll den Menschen nicht ersetzen, sondern ihn unterstützen und Mehrwert schaffen. Der Studiengang sei ihrer Meinung nach für alle, die überzeugt sind: KI ist gekommen, um zu bleiben. Also müssen wir lernen, sie sinnvoll zu gestalten.


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