Gesundheit für Mensch und Planet

Gruppe Planetary Health Konferenz

v.l.: Departmentleiter Gesundheit & Soziales Hochschule Burgenland Erwin Gollner, Hans Peter Hutter von der Medizinischen Universität Wien, Willi Haas und Helga Kromp-Kolb von der BOKU Wien, medizinischer Geschäftsführer Gesundheit Burgenland Stephan Kriwanek, Geschäftsführer der Hochschule Burgenland Georg Pehm

Die Hochschule Burgenland setzte mit der Planetary Health Konferenz, der Präsentation der „Planetary Health Charta 2030“ und der Verleihung des Health Research Awards ein starkes Zeichen für nachhaltige Gesundheitsförderung. Mehrere hundert Expert*innen kamen in den letzten Tagen am Campus Pinkafeld zusammen, um sich über Konzepte für eine gesunde Zukunft von Mensch und Umwelt auszutauschen.

Pinkafeld, 19. September 2025. Erfolgreiche Premiere – Unter dem Motto „Gesundheit für Mensch und Planet“ fanden vom 17. bis 19. September 2025 drei außergewöhnliche Events statt, die nationale und internationale Expert*innen, Studierende und Fachpublikum zusammenbrachten. Die Premiere der Planetary Health Konferenz und die Präsentation der „Planetary Health Charta 2030“ bildeten die Höhepunkte dieser richtungsweisenden Veranstaltung.

Tag 1: Jahrestagung des DACH Netzwerks Gesundheitsförderung

Der Auftakt am Mittwoch, 17. September, stand im Zeichen der Gesundheitsförderung im (Klima-)Wandel. Über 120 Teilnehmer*innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol diskutierten aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik und legte den Grundstein für die folgenden Tage.

 

Tag 2: Premiere der Planetary Health Konferenz

Am Donnerstag, 18. September, feierte die Planetary Health Konferenz, eine Initiative des Departments Gesundheit & Soziales der Hochschule Burgenland, ihre Premiere. Über 200 Gäste kamen zusammen, um die Wechselwirkungen zwischen menschlicher Gesundheit und der Gesundheit des Planeten zu beleuchten. Renommierte Expertinnen und Experten wie Helga Kromp-Kolb (BOKU Wien), Hans-Peter Hutter (MedUni Wien) und Isabella Uhl-Hädicke (Universität Salzburg) hielten inspirierende Keynotes. Thematische Break-Out-Sessions ermöglichten den Teilnehmer*innen, sich intensiv mit spezifischen Aspekten der Planetary Health auseinanderzusetzen.

 

Tag 3: Auszeichnungen und ein gemeinsames Bekenntnis

Ein besonderes Highlight war die feierliche Präsentation der „Planetary Health Charta 2030“. Diese Charta, die in einem einjährigen partizipativen Prozess entwickelt wurde, bietet einen strategischen Handlungsrahmen, um gesundheitsbezogene Klimakompetenz systematisch in die Aus-, Fort- und Weiterbildung gesetzlich geregelter Gesundheitsberufe zu integrieren. Die Unterzeichnung durch zahlreiche Fachhochschulen, Berufsverbände und Organisationen – darunter die Gesundheit Österreich GmbH und das Bündnis nachhaltiger Hochschulen – unterstreicht die Bedeutung dieses Meilensteins. Symbolisch wurde die Charta auf Samenpapier gedruckt und an die Teilnehmer*innen verteilt, um das Thema nachhaltig „aufblühen“ zu lassen.

 

Der Freitag, 19. September, bildete den Abschluss der Veranstaltung. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurde der Health Research Award verliehen, eine Auszeichnung für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich Gesundheitsmanagement. Die Preisträger*innen wurden für ihre innovativen und zukunftsweisenden Forschungsarbeiten geehrt. Von den 12 prämierten Absolventinnen haben sechs ein Masterstudium an der Hochschule Burgenland absolviert. Lesen Sie mehr zu ihren Themen weiter unten.

 

Ein starkes Signal für die Zukunft

Die dreitägige Veranstaltung unter dem Dach der Planetary Health Konferenz, die als Green Meeting nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens organisiert wurde, war ein voller Erfolg. Sie zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die Verbindung von Gesundheitsförderung und Klimaschutz ist. Die Hochschule Burgenland hat sich mit dieser Initiative einmal mehr als Vorreiterin für nachhaltige und zukunftsrelevante Themen positioniert.

„Unser Ziel war es, Bewusstsein für die Bedeutung von Klimakompetenz im Gesundheitswesen zu schaffen und konkrete Maßnahmen für ein nachhaltiges Gesundheitssystem aufzuzeigen“, betont Erwin Gollner, der Leiter des Departments Gesundheit & Soziales der Hochschule Burgenland.

Die hohe Teilnehmer*innenzahl und die breite Unterstützung der Planetary Health Charta 2030 sind ein starkes Signal dafür, dass die Gesundheitsberufe bereit sind, sich den klimabezogenen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu stellen.

Mit dieser Premiere hat die Hochschule Burgenland nicht nur ein neues Kapitel in der Gesundheitsförderung aufgeschlagen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur globalen Diskussion über die Gesundheit von Mensch und Planet geleistet.

Informationen Preisträger*innen HRA 2025_Absolventinnen Hochschule Burgenland

Beate Schwaiger (1.Platz /Kategorie Gesundheitsförderung); Studiengang: Masterstudiengang Gesundheitsförderung und Personalmanagement

In der Arbeit wird der Einfluss sozialer Netzwerke auf den Mental Load erwerbstätiger Mütter untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass kleine, dichte Netzwerke mit ambivalenten Beziehungen die psychische Belastung erhöhen, während qualitativ hochwertige, unterstützende Beziehungen entlastend wirken. Besonders entscheidend ist die Rolle des Partners: Aktive Unterstützung reduziert den Stress der Mütter deutlich. Da die Netzwerke jedoch überwiegend weiblich geprägt und zu klein sind, gelingt eine spürbare Entlastung kaum. Insgesamt verdeutlicht die Studie, dass flexible Betreuungslösungen und eine stärkere Einbindung von Vätern notwendig sind, um den Mental Load von Müttern zu verringern.

Anna-Maria Kölbl (1.Platz / Kategorie Gesundheitsversorgung); Masterstudiengang Gesundheitsmanagement und Integrierte Versorgung

Die ausgezeichnete Masterarbeit zeigt eindrucksvoll, wie Pflegefachkräfte als Nurse Entrepreneurs mit Innovationsgeist und Unternehmertum die Zukunft der österreichischen Gesundheitsversorgung aktiv mitgestalten. Sie beleuchtet nicht nur neue Versorgungsmodelle und Chancen für die Pflege, sondern gibt auch konkrete Impulse für Politik, Berufsverband und Ausbildung. Damit leistet die Arbeit einen richtungsweisenden Beitrag zur Weiterentwicklung eines patient*innenzentrierten, modernen Gesundheitssystems.

Miriam Dufek (3.Platz / Kategorie Klima und Gesundheit); Masterstudiengang Gesundheitsmanagement und Integrierte Versorgung

Die Masterarbeit analysiert den ökologischen Status quo österreichischer Krankenhäuser, die aktuell für rund 7 % der nationalen CO₂-Emissionen verantwortlich sind. Am Beispiel des LKH Villachs wurden acht leitfadengestützte Interviews durchgeführt und internationale Best-Practice-Beispiele wurden beschrieben. Zentrale Hürden sind fehlende finanzielle und personelle Ressourcen, während eine entschlossene Führungskraft und ein engagiertes Green Team entscheidend für die Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen sind. Da bisher nur 11 von 264 Spitälern in Österreich als Green Hospitals zertifiziert sind, zeigt die Arbeit dringenden Handlungsbedarf und konkrete Wege zur Reduktion des CO₂-Fußabdrucks.

Elisabeth Berger (1.Platz / Kategorie Klima und Gesundheit); Masterstudiengang: Gesundheitsförderung und Personalmanagement

Die Förderung von aktiver Mobilität wird im ländlichen Raum als zentrale Maßnahme gegen Klimawandel und Bewegungsmangel angesehen. Um die Abhängigkeit vom Auto zu verringern, sind strukturelle Anpassungen, Kooperationen zwischen Gemeinden und der Ausbau des öffentlichen Verkehrswesens wichtig. Neben Infrastruktur müssen auch Bewusstsein und Wissen über gesundheitliche Vorteile gestärkt werden, insbesondere durch Schulungen und sektorübergreifende Zusammenarbeit. Künftige Strategien sollten lokale Gegebenheiten berücksichtigen und neben Klimaschutz auch Anpassungen an den Klimawandel fördern.

Christina Wiesenhofer (3.Platz / Kategorie Management im Gesundheitswesen); Masterstudiengang Gesundheitsförderung und Personalmanagement

Die Masterarbeit untersucht, wie das Führungsverhalten den Work Sense of Coherence (Work-SOC) von Pflegekräften beeinflusst. Durch das Scoping Review konnte ich zeigen, dass verantwortungsvolle Führung, die Autonomie, Anerkennung und Sinnvermittlung ermöglicht, wesentlich dazu beiträgt, Motivation, Bindung und Gesundheit von Pflegenden zu stärken. Besonders habe ich das Systemisch-Salutogene Interaktionsmodell (SSIM) in den Blick genommen, das wertvolle Ansätze für gesundheitsförderliche Führung bietet, bislang aber in der Pflegepraxis wenig etabliert ist. Mit meiner Arbeit möchte ich neue wissenschaftliche Erkenntnisse über den Stand der Literatur liefern und zugleich Impulse für eine nachhaltige, gesundheitsförderliche Führungskultur im Care Setting geben. 

Nina Wallner (2.Platz / Kategorie Klima und Gesundheit); Masterstudiengang Gesundheitsförderung und Personalmanagement

Die Masterarbeit widmet sich der Frage, wie Unternehmen den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels begegnen und zugleich ihrer Verantwortung im Bereich der Nachhaltigkeit gerecht werden können. Im Fokus steht ein klimasensibles Betriebliches Gesundheitsmanagement, das Gesundheit und Nachhaltigkeit im Sinne des Planetary-Health-Ansatzes systematisch miteinander verbindet. Die Arbeit identifiziert konkrete Herausforderungen und Potenziale, um den Handlungsbedarf für eine zukünftige kombinierte Betrachtung beider Themenbereiche aufzuzeigen. Sie verdeutlicht, wie Synergien zwischen beiden Themenfeldern sowohl die Gesundheit der Mitarbeitenden stärken als auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Mehr zur Hochschule unter www.hochschule-burgenland.at

Pressebild 1

BU: v.l.: Departmentleiter Gesundheit & Soziales Hochschule Burgenland Erwin Gollner, Hans Peter Hutter von der Medizinischen Universität Wien, Willi Haas und Helga Kromp-Kolb von der BOKU Wien, medizinischer Geschäftsführer Gesundheit Burgenland Stephan Kriwanek, Geschäftsführer der Hochschule Burgenland Georg Pehm

Pressebild 2

BU: vl: Geschäftsführer der Hochschule Burgenland Georg Pehm, Departmentleiter Gesundheit & Soziales Hochschule Burgenland Erwin Gollner, aus dem Organisationsteam der Veranstaltung Anita Eggenbauer, Carmen Steinhöfler, Alexandra Weghofer von der Hochschule Burgenland, medizinischer Geschäftsführer Gesundheit Burgenland Stepahn Kriwanek, zweiter Geschäftsführer der Hochschule Burgenland Nikolaus Schermann

Pressebild 3 Charta

Pressebild Preisträgerinnen

BU: v.l. Erwin Gollner, Nina Wallner, Elisabeth Berger, Miriam Dufek, Vertretung von Magdalena Wutzl , Anna-Maria Kölbl, Matthias Knopper, Eva-Maria Adamer-König

Pressemeldung

Rückfragehinweise:

Mag.a Christiane Staab │ Marketing und Kommunikation │ Hochschule für Angewandte Wissenschaften Burgenland GmbH │ Tel: +43 (0)5 7705 3537 │ E-Mail: christiane.staab(at)hochschule-burgenland.at


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