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Besondere AbsolventInnen, Studierende, Lehrende und MitarbeiterInnen dieses Studiengangs und ihre Geschichten finden Sie hier und auf unserem Blog.

Meine Mitarbeiter*innen sind das wertvollste Gut

Christiane Staab
Christiane Staab

Lena Fritz-Reicher leitet das Pflege- und Betreuungszentrum Baden.

Über 220 Personen sind dort zur dauerhaften oder temporären Pflege untergebracht. Es gehört zu den größten Einrichtungen Niederösterreichs. Ihren Job beschreibt sie als durch und durch erfüllend. Die Gründe dafür sind unzählig, aber einige davon hat sie uns im Interview verraten.

Interesse am wirtschaftlichen Bereich

„Nicht nur die Pflege, sondern auch alles rundherum muss in einer Pflegeeinrichtung gut gemanagt werden“, betont sie. Das Know-how dazu eignete sie sich im Bachelorstudiengang Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung der FH Burgenland an. Es handelt sich dabei um einen wirtschaftlichen Studiengang mit Fokus auf Gesundheitsthemen. Studierende können eine Ausbildung zur Heimleitung absolvieren – ein Asset, das Lena Fritz-Reichers Karriereweg ebnete. An den Bachelor schloss sie den Masterstudiengang Gesundheitsmanagement und Integrierte Versorgung an.

In mehreren Praktika lernte sie unterschiedliche Bereiche des Gesundheitswesens näher kennen. Sie war unter anderem im Pflegekompetenzzentrum Rechnitz und im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt tätig.

Vielseitige Tätigkeit

Über die Jahre lernte sie die Vielseitigkeit einer Tätigkeit im Pflegebereich zu schätzen. „Personalführung, Qualitätsmanagement, Kostenrechnung  und Bilanzierung… mit all diesen Themen beschäftige ich mich beruflich. Das macht das Spannende aus.“

Sie bewarb sich für ein Nachwuchsführungskräfteprogramm des Landes Niederösterreich und wurde nach einem intensiven Assessment-Prozess ausgewählt. Von da an lernte sie verschiedene Pflegeeinrichtungen in Niederösterreich kennen- „Ich konnte meine Best Practice Beispiele sozusagen selbst finden“, erzählt sie.

Im Jänner 2020 nahm sie die Stelle als stellvertretende Direktorin des PBZ Baden an und übernahm 2022 die kaufmännische Leitung des Hauses.

Kein Tag ist wie der andere

Ihre Tätigkeit empfindet sie enorm erfüllend.

Kein Tag gleicht dem anderen. Man hat immer neue Herausforderungen zu bewältigen und neue Aufgaben, denen man sich stellen kann.

Lena Fritz-Reicher, Absolventin der FH Burgenland

Mit 224 Bewohner*innen gehört das Zentrum zu den größten Niederösterreichs. Die Bedürfnisse der dem PBZ-Team anvertrauten Menschen sind divers. „Wir sind keine reine Pflegeeinrichtung, haben auch 60 Betten für Menschen mit psychiatrischem Bedarf. Diese erhalten bei uns psychosoziale Betreuung. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich der Rehabilitativen Übergangspflege. Menschen kommen direkt aus dem Spital zu uns und werden rehabilitativ gepflegt.“ Auch Personen, die Schwerstpflege benötigen finden im PBZ ein zu Hause.

Kontakt zu den Menschen

Die vielen angebotenen Pflegeformen machen den Beruf auch für die Direktorin bunt. „Das ist sehr interessant für mich. Wir haben viele Berufsgruppen im Haus: Pflegepersonal, fixangestellte Ärztinnen, eine Sozialarbeiterin bzw. Sozialpädagogin, Psychotherapeut*innen, Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen, Mitarbeiter*innen in der Verwaltung, Alltagsbegleitung und Haustechnik. Hier schließt sich der Kreislauf zum Master in integrierter Versorgung, den ich an der FH Burgenland absolviert habe.“

Mindestens so wichtig ist Lena Fritz-Reicher der Kontakt mit den Bewohner*innen. „In erster Linie sind es die typischen kleinen Feste und Feierlichkeiten im Jahreskreis, an denen ich nicht nur bei der Planung stark involviert bin, sondern die ich natürlich auch selbst besuche. Ich gratuliere aber auch gerne den uns anvertrauten Menschen persönlich zum Geburtstag und werde im Haus laufend angesprochen. Der Kontakt ist mir sehr wichtig. Man sieht, was gut läuft und was noch weiter verbessert werden kann und hat dadurch die Möglichkeit proaktiv zu reagieren.

Highlights aus dem Studium

Besonders zu schätzen gelernt hat Lena Fritz-Reicher den generalistischen Ansatz in ihren beiden Studiengängen an der FH Burgenland. „Sehr wichtig für den Berufsalltag waren auch die Soft Skill Fächer – Gruppenarbeiten, Kommunikationsworkshops und so weiter. Im Master habe ich vor allem den Austausch mit den Studiengkolleg*innen geschätzt. Denn sie kamen aus verschiedenen Berufsgruppen, der Pflege, der Sozialarbeit, Therapie und der Wirtschaft.“ Auch Projekt- und Prozessmanagement, Betriebswirtschaftslehre, Controlling sowie Qualitätsmanagement waren Themen im Studium, die im Job tagtäglich wichtig sind.

„Die Heimleiter*innenausbildung hat mir nicht nur ein Zertifikat gebracht, sondern auch die Augen dahingehend geöffnet, dass ein Pflegeheim keine verstaubte Einrichtung ist. Vielmehr ist es ein hoch professionelles und modernes Zuhause vieler interessanter Menschen und der Arbeitsplatz von sehr engagierten und kompetenten Mitarbeiter*innen.“


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