Alumni Stories

Schreiben auch Sie Ihre besondere Geschichte.

Unsere Absolventinnen und Absolventen sind ganz klar unsere Botschafter und unser Netzwerk in der Wirtschaft und in den verschiedensten Institutionen. Was sie Besonderes zusammenbringen, haben uns einige von ihnen erzählt.

Wir freuen uns darauf auch Ihre Geschichte zu hören! Bitte kontaktieren Sie uns über unser Alumni Story Sheet.

Der Baustellen-Flüsterer

Christiane Staab
Christiane Staab
Fabian Homberg

© Bubu Dujmic

Neue U-Bahn-Linie, Änderungen im Streckenverlauf der Straßenbahn, Erneuerung der Oberleitung… Bauarbeiten im öffentlichen Verkehr sind zweifelsohne wichtig und notwendig.

 

Für Fahrgäste und vor allem Anrainer sind sie aber in erster Linie laut, staubig und nervig. Wichtig ist hier vor allem gute Information und Kommunikation. Darum gibt es bei den Wiener Linien sogenannte Grätzlbetreuer. Sie sind Ansprechpartner für alle Fragen rund um die großen Baustellen in Wien. Fabian Homberg ist einer von ihnen. Die Erfahrungen, die er im Bachelorstudium Information, Medien & Kommunikation an der Hochschule Burgenland gesammelt hat, sind für ihn nach wie vor gut anwendbar. Er erzählt: 

 

Fabian Homberg

„Ich wollte – so wie viele ‚Irgendwas mit Medien‘ studieren und am liebsten außerhalb von Wien. Da passte das Angebot der Hochschule Burgenland sehr gut.“

Fabian Homberg, Absolvent Bachelor Information, Medien & Kommunikation 

Das breit gefächerte Wissen aus dem Studium beschreibt er als Türöffner in den Beruf. „Man lernt im Studium so viele Bereiche kennen, dass man fast überall mitreden kann.“

Seine Berufslaufbahn startete er nach dem Bachelor zuerst im Kundendienst des ORF, absolvierte danach ein Praktikum in der Redaktion bei ORF III und probierte sich in der Selbstständigkeit aus.

Aus Interesse schlug er nach diesen Erfahrungen einen ganz anderen Weg ein und machte die Ausbildung zum Straßenbahnfahrer. Nach eineinhalb Jahren „auf der Strecke“ wechselte er in die Fahrgastinformation. Von dort aus ging es für Fabian weiter in die Kommunikationsabteilung der Wiener Linien. Nach dem Öffi-Ausbau U2xU5 wurde auch für die Gleisbaustellen der Wiener Linien auf das Erfolgskonzept der direkten Anrainer*innenkommunikation gesetzt. Fabian konnte sich hier von Anfang an als Grätzlbetreuer einbringen.

Der Job ist viel mehr, als nur „Kummerkasten“ zu sein, erklärt er. „Wenn ich mitbekomme, dass es im nächsten Jahr eine große Baustelle gibt, dann schau ich mir schon an, wie man vor Ort die Leute informieren kann.“ Advertorials in der Bezirkszeitung, Postwurfsendungen und Hausaushänge werden organisiert. Die Telefonnummer, die auf den Infos steht, ist die von Fabian. Den Wiener Linien ist es wichtig, dass sich Anrainer so unbürokratisch wie möglich melden können. „Oft geht es nur um Kleinigkeiten, die wir ändern können, um den Bewohnerinnen und Bewohnern Ärger zu ersparen – etwa einen Scheinwerfer anders zu positionieren, damit er nicht ins Schlafzimmer scheint.“

Spannend findet Fabian auch die Arbeit in der internen Task Force für Baustellenkommunikation. Hier kann er sich kreativ austoben. Ansonsten versucht er, so oft wie möglich vor Ort auf „seiner“ Baustelle zu sein, um Bescheid zu wissen, was dort gerade passiert. Aber: es kann auch sein, dass er einmal einen ganzen Tag im Büro ist – den Büroalltag gibt es auch für Grätzlbetreuer.

 

Fotos: © Bubu Dujmic

 

 


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