Alumni Stories

Über 12.000 besondere Geschichten

Unsere Absolventinnen und Absolventen sind ganz klar unsere Botschafter und unser Netzwerk in der Wirtschaft und in den verschiedensten Institutionen. Was sie Besonderes zusammenbringen, haben uns einige von ihnen erzählt.

Wir freuen uns darauf auch Ihre Geschichte zu hören! Bitte kontaktieren Sie uns über unser Alumni Story Sheet.

Ich habe manche aus dem Konzept gebracht

Mutter mit Baby und Kolleg*innen im Hörsaal

Lesezeit: 4 Minuten

In ihrem zweiten Studienjahr kam Dominique Hennekes´ Tochter zur Welt und begleitete ihre Mama im Studium. Wie das lief, berichtet Dominique hier.

Nach dem Studienabschluss vermisst man die Studienkolleg*innen, einzelne Lehrende oder die stillen Heldinnen im Studiengangsmanagement. Für mich persönlich ist jedoch noch jemand ganz anderes untrennbar mit dem Masterstudiengang European Studies – Management of EU Projects (Jahrgang 2023) verbunden: meine Tochter. Nur gut eine Woche nach ihrer Geburt besuchte ich mit ihr gemeinsam die erste Vorlesung im dritten Semester. Genauso war sie daher auch Teil beider Studienreisen.

Ich hätte pausieren können, doch es erschien mir schwieriger, ein Studium mit einem einjährigen Kind zu organisieren als schwanger und mit einem Neugeborenen zu studieren. Deshalb habe ich offen mit der Studiengangsleitung, den Lehrenden und meinen Kolleg*innen kommuniziert und gefragt, ob es für alle in Ordnung wäre, wenn ich mein Baby mit in den Seminarraum bringe – alle sagten zu.

 

Für mich war von Anfang an klar: Kommunikation ist entscheidend. Die wichtigste Frage, die mir Studiengangsleiterin Gerda Füricht-Fiegl direkt bei Bekanntgabe der Schwangerschaft stellte, war: Wie können wir dich unterstützen? Genau diese Offenheit hat vieles erleichtert. Mir war es besonders wichtig, dass sich niemand gestört fühlt. Wir waren eine vielfältige, interkulturelle Gruppe – und das Miteinander war nicht nur unkompliziert – es hat uns bereichert. Meine Tochter ist zum Glück eine ruhige und ausgeglichene Begleiterin gewesen, und mit einem Stillvorhang konnte ich ohne Unterbrechung an den Lehrveranstaltungen teilnehmen.

Ich bin überall auf offene Ohren gestoßen. Meine Tochter hat „Tanten“ (Studienkolleginnen) gefunden, die sie auch gerne mal während der Vorlesungen oder Prüfungssituationen gehalten haben. Solche Rahmenbedingungen erleichtern das Leben enorm, wenn man sich in einer besonderen Situation befindet – und mein Feedback wurde stets aufgegriffen. Das ist nicht selbstverständlich, und ich bin sehr dankbar dafür.

 

 

 

Ein ganz besonderes Highlight war für mich die Studienreise nach Brüssel. Dass ich gemeinsam mit meiner Tochter an jeder geplanten Session teilnehmen konnte, war keine Selbstverständlichkeit. Mein besonderer Dank gilt daher Studiengangsleiterin Gerda Füricht-Fiegl, meinem Lektor Stefan Zotti und Gabriele König aus dem Studiengang für ihre Offenheit, ihr Verständnis und ihre engagierte Organisation. Ihre Unterstützung hat es möglich gemacht, dass ich diese intensive und inhaltlich so bereichernde Reise voll miterleben durfte. Diese Tage in Brüssel bleiben für mich unvergesslich.

 

 

Der Familienraum im Studienzentrum Eisenstadt war für uns ein willkommener Rückzugsort. Ich möchte auch die Situation nutzen die Mitfahrgelegenheit zum Campus hervorzuheben und meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Diese Fahrten wurden für uns zu einem wunderschönen Ritual im Studienalltag – gefüllt mit vielen unvergesslichen Momenten.

Nach meinem Bachelor in Pflege und dem vertiefenden Master in Advanced Nursing Practice war mein Ziel, mich stärker auf Projektmanagement im Gesundheitswesen zu spezialisieren. Mein Mann hatte den Masterstudiengang European Studies – Management of EU Projects bereits absolviert – er ist heute als Programme-Officer tätig – und wir sind beide überzeugt, dass sich diese Form der Höherqualifikation lohnt. Ich empfand das Studium als hervorragend strukturiert und sehr praxisorientiert. Besonders das Wissen rund um EU-Politik, Gesetzgebung und Förderprogramme war für mich äußerst wertvoll – nicht zuletzt, weil in vielen Gesundheitseinrichtungen das Know-how fehlt, um EU-Fördermittel erfolgreich zu beantragen. Genau dieses Wissen möchte ich nun in meiner Arbeit im Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien verstärkt einbringen.

Im März habe ich das Erasmus+ Projekt mit dem Titel ANPGeriatricCare eingereicht, das inzwischen genehmigt wurde. Gemeinsam freue ich mich mit dem Krankenhaus Göttlicher Heiland GmbH in Wien (Österreich) und Auf- und Umbruch im Gesundheitswesen GmbH in Deutschland darauf, dieses Vorhaben umzusetzen und wertvolle Erfahrungen im internationalen Projektmanagement zu sammeln.

Darüber hinaus werde ich am diesjährigen European Health Forum Gastein teilnehmen, wofür ich ein Stipendium erhalten habe. Diese Teilnahme ist für mich eine besondere Chance, meine Kenntnisse im Bereich Gesundheitspolitik und EU-Förderungen weiter zu vertiefen. Und zugleich mein Netzwerk zu erweitern, um gemeinsame internationale Projekte zu etablieren. Ich bin überzeugt, dass mir mein Studienerfolg im Master European Studies – Management of EU Projects diese Möglichkeiten erst eröffnet hat.

 

Gastbeitrag: Dominique Hennekes


# Gepostet in:
Besondere Stories, Alumni Stories, Masterstudiengang Europäische Studien - Management von EU Projekten