Brückenbauer zwischen Mensch, Medizin und Technik

Gianina Wallner
Gianina Wallner
David Rupprecht Foto in Aula

Lesezeit: 4 Min.

David Rupprecht ist Studiengangsleiter im neuen Bachelorstudiengang Radiologietechnologie an der Hochschule Burgenland und leistet dort nicht nur Aufbauarbeit, sondern baut auch Brücken zwischen theoretischem Wissen, praktischer Anwendung und menschlicher Nähe im Gesundheitswesen.

 

David ist ein echtes Eigengewächs der Hochschule Burgenland – hier hat er nicht nur studiert, sondern nun auch seine berufliche Heimat gefunden. Nach seinem Masterstudium „Gesundheitsmanagement und Integrierte Versorgung“ sowie zwei erfolgreich absolvierten Weiterbildungslehrgängen war für ihn klar: Die Hochschule Burgenland ist mehr als nur ein Ort zum Studieren – sie ist ein Ort des Ankommens und Mitgestaltens. Als schließlich ein Studiengang für Radiologietechnologie aufgebaut werden sollte, stand für ihn fest: Hier möchte er von Anfang an mitwirken.

 

Seine beruflichen Stationen führten ihn von der Notfallradiologie im Wiener Wilhelminenspital über das MedAustron in Wiener Neustadt bis hin zur Lehre. Die Arbeit mit Menschen war dabei immer sein stärkster Antrieb – sei es mit Patient*innen oder Studierenden. Letztere begleiteten ihn auch schon einige Zeit durch seine Lehrtätigkeit an der FH Wiener Neustadt sowie in mehreren Lehrgängen der Hochschule Burgenland Weiterbildung.

Dass sein Weg ins Gesundheitswesen führen würde, war ursprünglich gar nicht geplant – sein Zivildiensteinsatz brachte schließlich die entscheidende Wende. Seitdem lässt ihn das Thema nicht mehr los.

Als Studiengangsleiter will David vor allem eines: Begeisterung wecken – für einen Beruf mit Zukunft und für ein Studium, das Theorie und Praxis sinnvoll vereint. Die familiäre Atmosphäre am Standort Pinkafeld ist ihm dabei genauso wichtig wie der persönliche Austausch mit den Studierenden: „Ich möchte, dass sie gerne hierherkommen – und sich bei Fragen oder Anliegen jederzeit an uns wenden können.“ Mit nur 15 Studienplätzen pro Jahr ist das Setting dafür ideal: engmaschige Begleitung, intensive Betreuung, ein echtes Miteinander.

Inhaltlich deckt der Studiengang die gesamte Bandbreite der Radiologietechnologie ab – von diagnostischer und interventioneller Radiologie über Nuklearmedizin bis hin zur Strahlentherapie. Jeder Bereich wird aus vier Perspektiven beleuchtet: technische Grundlagen, Untersuchung bzw. Therapieablauf, klinische Fallanalyse und praktische Anwendung im Skills Lab.

David Rupprecht mit Skelett

Ich mag meinen Beruf, deswegen so gerne, weil er so vielfältig ist. Mein Beruf ist in Wirklichkeit sechs Berufe in einem.

David Rupprecht, neuer Studiengangsleiter

Ein besonderer Fokus wird auf Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Interprofessionalität und Interdisziplinarität gelegt. Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz fließen gezielt in die Lehre ein – nicht als überfrachtete Spezialausbildung, sondern als fundiertes Grundverständnis, das die Studierenden auf den Berufsalltag vorbereitet. Auch Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle: „Das Gesundheitswesen trägt in Österreich mit knapp 7 % zum CO₂-Ausstoß bei – die Radiologie ist hier mitverantwortlich. Bewusstsein dafür zu schaffen, ist uns ein großes Anliegen.“

Ein besonderes Highlight ist die enge Zusammenarbeit mit der Gesundheit Burgenland, insbesondere der Klinik Oberwart. Bereits vor Studienbeginn haben Interessierte die Möglichkeit, über die Hochschule einen Schnuppertag in der Radiologie zu absolvieren. Das Echo ist durchwegs positiv – viele berichten begeistert von ersten Eindrücken ihres potenziellen Wunschberufs.

Stolz ist David Rupprecht vor allem auf den Aufbau des Studiengangs selbst:

Portrait David Rupprecht

In kurzer Zeit haben wir ein qualitativ hochwertiges Studium geschaffen, das Menschen auf einen verantwortungsvollen und zukunftssicheren Beruf vorbereitet.

 

David Rupprecht, Studiengangsleiter Bachelor Radiologietechnologie

Mit Blick auf neue Berufsgesetze sieht er großes Potenzial in der Spezialisierung und Weiterentwicklung – etwa durch weiterführende Masterprogramme. Auch künftig soll der Studiengang nicht nur Wissen vermitteln, sondern gezielt Talente fördern und Perspektiven eröffnen.

Wer sich für die Radiologietechnologie interessiert, sollte neben einem medizinischen Interesse auch Freude am Umgang mit Menschen, Empathie und Offenheit für technische Themen mitbringen – und keine Scheu vor Physik: „Wir holen die Studierenden dort ab, wo sie stehen, und begleiten sie vom ersten Tag an – individuell, praxisnah und mit echter Begeisterung.“

 


# Gepostet in:
Besondere Stories, Bachelorstudiengang Radiologietechnologie, Alumni Stories, Lehrende, Masterstudiengang Gesundheitsmanagement & Integrierte Versorgung