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Interkulturelles Sprachenlernen an der Hochschule Burgenland – Mit dem Tandem-Programm zu neuen Perspektiven
Dass dabei nicht nur Sprachen gelernt, sondern auch gegenseitiges Verständnis entsteht, zeigt das Beispiel von Kelly aus Nigeria und Karoline aus Österreich.
Lernen auf Augenhöhe - und mit einer Portion Humor
Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: Zwei Studierende mit unterschiedlichen Muttersprachen unterstützen sich gegenseitig beim Sprachenlernen. Kelly, der in Österreich International Sustainable Business studiert, wollte sein Deutsch verbessern – am besten mit jemandem, der die Sprache im Alltag lebt. Karoline, Masterstudentin in Digitale Medien und Kommunikation, nutzte das Tandem, um ihr Englisch zu festigen und sich interkulturell weiterzubilden – besonders mit Blick auf ein geplantes Auslandssemester in Finnland.
„Unsere Gespräche sind oft sehr unterhaltsam“, erzählt Karoline. Besonders beim Thema Dialekt kommt es immer wieder zu amüsanten Momenten: Als Kelly zum ersten Mal das österreichische „Getscho“ (eine mundartliche Form von „geht schon“) hörte, war er völlig ratlos. „Ich habe das Wort nirgends gefunden“, erinnert er sich schmunzelnd. Beim nächsten Treffen erklärte ihm Karoline die Bedeutung – und wie unterschiedlich ein Einfaches „passt schon“ klingen kann, je nach Betonung. Solche Alltagsphrasen sorgen nicht nur für Aha-Erlebnisse, sondern auch für echtes Sprachverständnis.
Sprachpraxis aus dem echten Leben
Die beiden treffen sich im zweiwöchentlichen Rhythmus montags online und stimmen die Termine dabei flexibel nach ihren individuellen Zeitplänen ab. In ihren Gesprächen tauschen sie sich über Alltagsthemen, Erfahrungen an der Hochschule sowie kulturelle Unterschiede aus. Ob Einkaufen im Supermarkt, Gespräche unter Freund*innen oder die Unterschiede zwischen formeller und informeller Sprache – der Austausch ist praxisnah und flexibel. Die Sitzungen dauern rund eine Stunde. Eine strikte Aufteilung der Sprachen gibt es nicht – vielmehr achten beide darauf, dass Englisch und Deutsch gleichwertig Raum bekommen.
Sprache verstehen heißt auch Kultur verstehen
Für Karoline hat sich durch das Tandem-Programm ihr Blick auf Sprache erweitert: „Ich habe großen Respekt vor allen, die Deutsch als Fremdsprache lernen – besonders, wenn Dialekte dazukommen.“ Kelly beschreibt, wie viel Selbstvertrauen ihm das Programm gegeben hat: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich auf Deutsch verständigen kann. Heute klappt das – auch wenn ich manchmal noch Wörter wie „Getscho“ nachschlagen muss.“
Auch kulturell bringt das gemeinsame Lernen neue Einsichten. Kelly stellt fest, dass Menschen in Österreich zwar sehr freundlich, aber im Alltag eher zurückhaltend sind. In seiner Heimat, wo viele verschiedene Sprachen gesprochen werden, sei es oft einfacher, mit Fremden ins Gespräch zu kommen. Karoline wiederum schätzt die Möglichkeit, direkt von Kelly über das Leben in Nigeria zu lernen – eine Perspektive, die man beim klassischen Sprachenlernen kaum bekommt.
Kollegial, respektvoll und motivierend
Was den Austausch zwischen Kelly und Karoline besonders macht, ist die offene und respektvolle Atmosphäre. Der Fokus liegt ganz klar auf dem gemeinsamen Lernen – und auf der Freude daran, über sprachliche Stolpersteine gemeinsam zu lachen. Auch spontane Sprachnachrichten helfen, Fragen zwischendurch zu klären, damit sie bis zum nächsten Treffen nicht in Vergessenheit geraten.
Das Tandem-Programm ist weit mehr als ein rein akademisches Format: Es bietet eine persönliche, flexible und alltagstaugliche Möglichkeit, die eigenen Sprachkenntnisse ganz ohne Notendruck zu verbessern – kostenlos und außerhalb des klassischen Unterrichtskontexts. Gleichzeitig ermöglicht es, neue Perspektiven zu gewinnen und den eigenen kulturellen Horizont zu erweitern.
Tipps für künftige Tandem-Teilnehmende
Beide empfehlen das Programm mit Begeisterung:

„Man sollte offen sein, keine Angst vor Fehlern haben – und die Chance nutzen, mit echten Muttersprachler*innen zu üben. Es ist unkompliziert, kostenlos und macht wirklich Spaß.“
Karoline Wenig, Masterstudentin Digitale Medien & Kommunikation & Enabulele Osariemen Kelly, Bachelorstudent International Sustainable Business
Das Tandem-Programm der Hochschule Burgenland zeigt, wie interkulturelles Sprachenlernen in der Praxis aussehen kann: lebendig, flexibel, menschlich – und voller Möglichkeiten, Neues zu entdecken. Nähere Informationen hier.
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